Archive for the ‘Blickwinkel’ Category

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31. Dezember 2009

Ein Jahr verabschiedet sich.

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Doch nicht, ohne uns ein wertvolles Geschenk

zu hinterlassen:

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Es ist ein kleines Päckchen, gefüllt mit

Eindrücken und Bildern, die uns bewegen.

Begegnungen, die unsere Seele berührt und

Worten, die uns getröstet und gestärkt

haben.

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Ein Päckchen, gefüllt mit Erinnerungen

an Momente, in denen wir gelacht oder

geweint, genossen, getrauert, gehofft

und gewagt haben.

Eben ein Päckchen voller Leben…

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Ob wir dieses Geschenk

in einer dunklen Schublade mit der Zeit

vergessen

oder es wie einen Schatz in uns tragen,

liegt einzig an uns selbst.

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Liebe

10. September 2009
Liebe

Liebe heißt Wärme ausstrahlen, ohne einander zu ersticken.
Liebe heißt Feuer zu sein, ohne einander zu verbrennen.
Liebe heißt einander nahe zu sein, ohne einander zu besitzen.
Liebe heißt viel voneinander zu halten,
ohne einander festzuhalten.
Liebe ist das große Abenteuer des menschlichen Herzens.
Spüren Menschen das Herz eines Menschen,
dann kommen sie zum Leben.
Liebe ist der einzige Weg,
auf dem Menschen menschlicher werden.
Allein die Liebe ist das Haus, in dem wir wohnen können.
(Verfasser ist mir unbekannt)
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… ein paar Zeilen …

23. Juni 2009

Wenn man jemanden liebt, so liebt man ihn nicht die
ganze Zeit,
nicht Stunde um Stunde auf die ganz gleiche Weise.
Das ist unmöglich.
Es wäre sogar eine Lüge, wollte man diesen Eindruck
erwecken.
Und doch ist es genau das, was die meisten
fordern.
Wir haben so wenig Vertrauen in die Gezeiten des
Lebens,
der Liebe, Beziehungen.
Wir jubeln der steigenden Flut entgegen
und wehren uns erschrocken gegen die Ebbe.
Wir haben Angst, sie würde nie zurückkehren.
Wir verlangen Beständigkeit, Haltbarkeit und
Fortdauer;
und die einzig mögliche Fortdauer des Lebens
wie der Liebe liegt im Wachstum,
im alltäglichen Auf und Ab in der Freiheit;
einer Freiheit im Sinne von Tänzern,
die sich kaum berühren und doch Partner
in der gleichen Bewegung sind.

(Anne Morrow Lindbergh)

… aber wenn es vorbei ist – loslassen …

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Spiegelungen

11. Juni 2009

Manchmal werde ich verwundert darauf angesprochen, warum ich auch in einer nervig-stressigen Situation noch mit einem Lächeln reagieren kann (wobei das nicht immer zutrifft, auch ich hab genervte Tage!). Dann denk ich an folgendes Märchen:

Der Tempel der tausend Spiegel

Einer indischen Sage nach steht in Tibet der „Tempel der tausend Spiegel“. Es ist ein runder Tempel, der innen ringsum mit vielen, vielen Spiegeln ausgekleidet ist.

Eines Tages kommt ein Hund zu dem Tempel. Er schnuppert kritisch, geht die Stufen hinauf, runzelt die Stirn und fletscht schon mal vorsichtshalber die Zähne. Falls andere Hunde im Tempel sind, sollen sie sofort Angst bekommen. So geht er durch die Tür. Tausend Hunde stehen ihm mit gefletschten Zähnen gegenüber. Sofort beginnt er wie wild zu bellen. Im selben Moment bellen ihm tausend Hunde entgegen. Das ist zu viel. Verstört rennt er raus: „Hab ich’s doch gleich gesagt. Die Welt ist voller böser Hunde. Das nächste Mal muss ich noch böser sein.“

Am Nachmittag kommt ein anderer Hund zu dem Tempel. Er ist gut gelaunt, genießt die Sonne und freut sich darauf, etwas Neues zu entdecken. Schwanzwedelnd läuft er die Stufen hoch in den Tempel. Und was sieht er: Tausend Hunde blicken ihn freundlich und schwanzwedelnd an: „Wusst‘ ich’s doch schon immer. Die Welt ist voller netter Hunde.“ Er fühlt sich wieder bestätigt und läuft mit Stolz und guter Laune weiter.

Und wenn er nicht gestorben ist, dann wedelt er noch heute.

Verfasser ist mir unbekannt

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Nichts neues

2. Juni 2009

An manchen Tagen ist es wie verhext. Nichts geht einem von der Hand, nichts bleibt im Kopf, dann fliegt einem noch das Glas runter und drin ist leckerer klebriger Fruchtsaft. Das ist dann wohl der Moment, an dem man dann doch sehr gern ausrasten würde, oder im Viereck laufen, oder davon laufen, oder mit der Tür knallen, oder schreien, oder oder oder… Jeden Tag sieht man so eine Situation anders an. An solchen, wenn man die Ruhe selbst weg hat, putz man es einfach auf. Wenn man aber sowieso schon, aus welchem Grund auch immer, komisch drauf ist, dann… Heut ist so ein Tag, ein komischer, auf dem langen Schlauch-steh-Tag und der Bleifuß bewegt sich keinen Milimeter. Da brauch ich dann Musik. Und die such ich dann nach Brauchbarkeit aus. Warum es heute wieder mal dieses ist? Diese Frage kann ich nicht wirklich beantworten. Ich hab es lange nicht mehr gehört, bis ich mir vor ein paar Tagen die CD, voll mit lauter Duetts, herausgezogen habe. Und seither ist es ein penedranter Ohrwurm! „Tell him“

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Was ist Schweigen?

29. Mai 2009

Ich habe folgendes darüber gefunden: Geräuschlosigkeit, Ruhe, Stille, Frieden, Grabesstille, Lautlosigkeit, Totenstille, für sich behalten, nicht sprechen, nichts entgegensetzen, nichts entgegnen, nichts erwidern, nichts erzählen, nichts reden, sich ausschweigen, stillschweigen, stumm bleiben, stumm sein, totschweigen, verbergen, verheimlichen, verschweigen, verstummen, den anderen im Ungewissen lassen, wenn unausgesprochene Worte im Raum stehen, Fragen unbeantwortet lassen, keine Antworten erhalten, ein unangenehmes Gefühl hinterlassen, wohltuende Stille, heilende Stille, Schweigen kann sehr wehtun und auch heilen, erzwungenes oder gewolltes Schweigen, für sich alleine schweigen, mit dem anderen schweigen, den anderen zum Schweigen bringen, bewußt schweigen, den anderen anschweigen, die Stille suchen, Reden ist Silber – Schweigen ist Gold, Nachtruhe…

Ob es noch mehr dazu gibt? Das könnte schon sein.

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Vergänglichkeit

28. Mai 2009

Blume-Steine

Der Jahreszeitenwechsel zeigt es uns in der Pflanzenwelt: Zeit ist Leben. Unwiederbringlich und einmalig ist jeder Moment und jeder Tag mit all seinen unterschiedlichen Stunden. Jeder Mensch hat Zeit. Es kommt nur darauf an, für wen oder was er sie verwendet.